Make Up Artist - ProAcademy Leipzig

... bevor ich es vergesse: Werbung durch Markennennung von Dienstleistern/Personen - alles rein meine Meinung und nur eine Empfehlung meinerseits || Produkte selbst gekauft | Produkte gestellt bekommen ...

Hallo meine Lieben,

nun bin ich zertifizierte MakeUp Artistin - genau genommen seit 14. März 2020. Da sich die Lage und die Situation mit Corona zum Ende hin "zugespitzt" hat, gibt es auch ab und an ein "Coronaupdate" - ich entschuldige mich, wenn es scheint, dass der Beitrag etwas "auseinandergenommen" wird durch dieses Update.

Ein Update, wo ich denke, dass es eher als Entschuldigung bzw. Ausrede genommen wurde... Denn eigentlich sollte dieser Beitrag schon längst online gehen und diese Verspätung ist mir nicht geschuldet...

Gut, im Nachgang dann letztendlich schon, da ich auch öfters überlegt habe den Beitrag nie online zu stellen. Ich bin noch immer gefrustet und tatsächlich von dem Abgang enorm enttäuscht, aber seitdem 11. August 2020 habe ich dann doch endlich mal mein Zertifikat erhalten und warte bis heute auf die Bilder vom Fotoshooting.

Ich bin es leid mich mit dieser Thematik und dieser Schule auseinanderzusetzen.

Ich möchte euch heute mit meinem Blogbeitrag meine Gedanken, Erfahrungen und den Ablauf meiner Weiterbildung/Ausbildung schildern.

Ebenfalls möchte ich mit diesem Beitrag eine Art "Schlussstrich" ziehen.

Coronaupdate zur Zeit des Lockdown: Dank Corona und was gerade hier in Deutschland und in der Welt abläuft, bin ich gefühlt sehr am Anfang und dies alles erschwert es erst Recht. Ich möchte nicht egoistisch erscheinen und ich halte mich persönlich - so gut es geht - an die Richtlinien und Bestimmungen, die derzeit verordnet/empfohlen werden. Ich meide Menschen und habe schon einige Aufträge absagen müssen. Natürlich halte ich mich an die Vorschriften und versuche das Beste daraus zu machen, ABER (!!!) mir blutet das Herz und hoffe, dass es irgendwann wieder relativ normal und im Einklang ist. So habe ich mir ehrlicherweise meinen Start als MakeUp Artist nicht vorgestellt! Wobei, wenn ich jetzt so drüber nachdenke: ist es auch völlig in Ordnung so wie es läuft.

Denn Dank meines festen und stabilen Berufs gehörte ich nicht zu den Menschen, die von Kurzarbeit und/oder Home Office (nur ab und an) betroffen sind.

Ich gehe jeden Tag ins Labor und verrichte dort meine Arbeit.

Mit der Verkündung meines Arbeitgebers – Bayer – am 06. Dezember 2018 brach für mich meine Heile-Arbeitswelt zusammen. Noch nie habe ich mich so wertlos, nicht geschätzt und einfach verarscht gefühlt. Immerhin wollten sie (Bayer) die Abteilung, wo ich arbeite (Protein Technologies) komplett auf Null setzen und andere Abteilungen sollten zum Teil abgebaut werden. Der Boden unter meinen Füßen fiel und ich hatte auf einmal Zukunftsängste.

Ich sah alles schwinden und mich bereits unter der Brücke leben. Ja - der ein oder andere mag sich denken: Abbau ist doch heutzutage völlig normal und ich solle mich nicht so haben... Ja - dass mag auch alles so stimmen, aber es war schon eine verdammt beschissene Zeit und die (Vor-) Weihnachtszeit konnte mir auch echt gestohlen bleiben...

Jetzt im Nachgang - nach diesem sogenannten "Day One" bin ich bei einem neuen Arbeitgeber, habe dieselbe Arbeit wie zuvor, dieselben tollen Arbeitskollegen, mein Arbeitsplatz ist geblieben und mein Gehalt wird weitergezahlt. Vielleicht war es auch erstmal nur die Panik und ich wollte dennoch eine kleine Veränderung bzw. einen neuen Bereich entdecken?!?

Meine Freude auf meine/unsere bevorstehende Hochzeit wurde von gleich auf jetzt zu Nichte gemacht. Ebenfalls das Phänomen solch eine Verkündung kurz vor Weihnachten zu machen, finde ich noch heute unter aller Sau. Meine Begeisterung für meinen Beruf schwand und ich wollte eigentlich nur noch weg. Ebenfalls schrieb ich eine Initiativbewerbung nach Leipzig – (leider) wurde ich abgelehnt. Dies war mir jedoch klar, da ich das letzte Mal histologisch in der Ausbildung gearbeitet habe. Dennoch hätte es klappen können - schade eigentlich!

Die Idee eine Ausbildung zu machen – etwas Neues zu lernen – kam also aus meinen Zukunftsängsten und meinen innerlichen Drang mir etwas Neues zu suchen (auch weil ich mich nicht mehr so wohl hier in Berlin und auch beim Arbeitgeber fühlte..., dies hat sich aber auch nachdem "Day One" geändert...).

Tatsächlich bin ich immer noch Biologielaborantin und werde es auch weiterhin sein. Und der Schmerz – die Enttäuschung der Firma, die man immer gerne genannt hat als man nach dem Arbeitgeber gefragt wurde – haben alles bestärkt und bestärken mich noch heute, dass ich etwas ändern möchte in meinem Leben.

Jetzt zeige ich meinem alten Arbeitgeber einfach nur noch innerlich den Mittelfinger!

Also suchte ich mir in Berlin eine MakeUp Schule, was nicht so ganz einfach war aufgrund meiner Arbeit. Ich schrieb Schulen an – habe von einigen bis heute keine Rückmeldung bekommen, da sie es anscheinend nicht nötig hatten zu antworten. Von einer Bekannten habe ich jedoch gewusst, dass sie damals auch diesen Weg zur MakeUp Artistin gegangen ist und eine Art Wochenendausbildung absolviert hat. Perfekt – dachte ich mir – und schrieb sofort die ProAcademy an und fragte nach Terminen im Jahr 2019. Die nächste Hürde: die ProAcademy gab keine Termine für Berlin heraus und es war auch nichts in Planung, weil es die Schule in Berlin überhaupt nicht mehr gab.

Alternativen waren Köln, Frankfurt, Hamburg, München oder Leipzig.

Letzteres klang nicht schlecht, denn immerhin war es der kürzeste Weg und in Leipzig kennt man Leute und hat Familie. Also habe ich mich dann für den Kurs im Zeitraum Oktober bis Dezember 2019 angemeldet – bezahlt und ich freute mich auf meinen neuen Weg. Leider fing die Weiterbildung in dem Zeitraum statt als wir auch eigentlich Urlaub geplant hatten. Unsere Hochzeitsreise nach Prag sollte anstehen – also: storniert und auf weiteres verschoben (Corona sei Dank)…

Nun konnte doch nichts mehr schief gehen – oder vielleicht doch?

Natürlich – der plötzliche Verlust meiner Oma zog mir und meiner Familie den Boden unter den Füßen weg und ich freute mich - ehrlicherweise - über eine willkommene Ablenkung. Kurz vor der Beerdigung im September erhielt ich eine eMail von der ProAcademy. In dieser Nachricht stand, dass sie leider den Kurs (Oktober bis Dezember) absagen müssen. Ein wirklicher Grund stand nicht geschrieben, aber ich schätze, sie hatten nicht genug Dozenten/Trainer, die die Wochenenden durchführen konnten.

Ich war stinksauer, weil ich mir 15 Tage Urlaub zurückgelegt hatte, um mir wenigstens immer einen Montag frei zu gönnen... Dicker Strich durch meine Rechnung! Die Urlaubstage musste ich natürlich noch im Jahr 2019 nehmen und verbrauchen, weil Urlaubstage sind Kalendertage. Ich war sauer und traurig, weil wir wegen Nichts und wieder Nichts unsere Reise verschieben mussten.

Die zweite Hälfte von 2019 war wirklich nicht mein Jahr.

Mir wurde jedoch angeboten, das Geld zurückzubekommen oder auf einen neuen Termin zu warten. Ich wählte letzteres und ließ mich für Januar bis März 2020 anmelden.

Ich war froh, dass ich noch keine Bahntickets für Oktober gekauft hatte!

Die wären sonst auch für die Tonne gewesen...

Hätte ich da vielleicht schon stutzig werden müssen???

Meine Ausbildung zum MakeUp Artist in der ProAcademy in Leipzig fing am 11. Januar 2020 an und ging bis zum 15. März 2020 – im Zeitraum von 10:00 Uhr bis mindestens 17:30 Uhr (manchmal auch länger). Wobei dies geplant war - ebenfalls Dank Corona kam es etwas anders als gedacht...

Jedes Wochenende zwischen Berlin und Leipzig pendeln mit dem Zug – ab und an kam auch Matze mit und wir fuhren dann bereits Freitag mit dem Auto hin. Ich habe es mir nicht anders ausgesucht und möchte jetzt kein Mitleid haben, aber es war auch echt anstrengend.

Zumindest, weil ich die letzten zwei bis drei Wochen sehr angeschlagen war (NEIN - ich hatte kein Corona, einfach nur eine Erkältung) und sogar ca. 1.5 Wochen davon krank geschrieben war (Grund: Bronchitis)...

Positiv anstrengend, aber ich habe es gemerkt, dass ich am Limit war - auf Arbeit war ich ab und an ziemlich unkonzentriert, ziemlich schnell genervt (wobei das bin ich derzeit ehrlicherweise auch ohne Weiterbildung, da ich diverse Entscheidungen/Verteilungen unfair finde). Von Montag bis Freitag im Labor stehen – Projektarbeit und immer das Beste zu geben, meistens nachmittags mit Kopfschmerzen/Migräneanfällen.

Von Montag bis Freitag zwischen 5:00 Uhr oder 5:30 Uhr aufstehen.

Von Montag bis Freitag neben der Arbeit noch zum Exotic Pole und Stretching gegangen, denn sonst hätte mir einiges gefehlt und mir wäre die Decke und die Gesamtsituation auf die Füße gefallen. Zu Hause hatte ich leider nicht sehr viel Zeit für Sport, aber ich versuchte wenigstens 2 bis 3 Mal die Woche in ein Polestudio zu gehen. Von Samstag bis Sonntag den Pinsel schwingen und verschiedenste MakeUp Looks zu kreieren - dort ebenfalls alles Ernst nehmen und mit 100 Prozent oder mehr dabei sein.

Immer samstags gegen 5:30 Uhr aufzustehen, damit man um 7:30 Uhr den ICE nach Leipzig bekommt und dass man noch eine Stunde Puffer hat, falls die Bahn mal Verspätung hat – kam auch ab und an vor!

Dies hätte ich tatsächlich nicht alles so souverän geschafft, hätte mir Matze nicht einiges an Arbeit abgenommen. Er hat sich am Wochenende immer um den Haushalt gekümmert – einkaufen, Staub saugen, Samtpfoten verpflegt, Wäsche gemacht – sodass ich mich auf meine Weiterbildung voll und ganz konzentrieren konnte. DANKE DAFÜR MEIN LIEBSTER!!!

Coronaupdate: Durch die Coronakrise wurden alle Sportstudios - auch Polestudios - gezwungen ihre Kurse und Studiotüren zu schließen. Gut - dadurch, dass ich nicht 100 %ig fit war, habe ich auch Menschen in den Polestudios gemieden und habe mich immer bei den Kursen abgemeldet. Da ich mich persönlich schützen wollte und auch meine Mitmenschen empfand ich dies als beste Lösung. Und ab und an etwas trainingsfrei ist ebenfalls nicht so verkehrt, wobei ich auch sagen muss, dass ich Poledance (Asche über mein Haupt) nicht wirklich vermisst habe... Es standen halt wichtigere Ereignisse vor ihrer Bewältigung und hatte für mich persönlich höhere Prioritäten! Denn jeder der mich kennt: ich mache alles mit Herzblut (was mich auch öfters vor diversen Herausforderungen (psychisch und seelisch) stellt)!

Da war er nun - der Samstag, 11.01.2020. Der langersehnte erste Tag der Weiterbildung - ich war so aufgeregt und gespannt. Es begann mit einer kleinen Vorstellungsrunde und die Tatsache, dass ich nicht aus der Branche (Friseur | Kosmetik) war und noch nie an jemanden geschminkt habe. (Wobei ist nicht ganz richtig: zu Halloween habe ich die liebe Franzi geschminkt)

Zu jedem Thema, was auf dem Stundenplan stand, seht ihr das Ergebnis.

Ich finde man sieht Veränderungen und Fortschritte.

Der Stundenplan sah wie folgt für den Kurs aus:

11.01.2020 - Einführung

12.01.2020 - Haut (Glow | Matt) || Jenny

18.01.2020 - Augenbrauen || Lena

19.01.2020 - Nude mit Bananentechnik || Laura

25.01.2020 - Soft Smokey Eyes || Jessica

26.01.2020 - Facechart | Ethnisches Make Up + Eyeliner || Anika

01.02.2020 - Smokey Eyes || Caro

02.02.2020 - Lippen || Sandra

08.02.2020 - Bride || Victoria

09.02.2020 - Male | Best Ager | Endverbrauchertest || Lisa

15.02.2020 - Facechart | Catwalk (Augenbraue abkleben) || Hanna

16.02.2020 - Referat (Thema: 80er Jahre) || Anni

22.02.2020 - Influencer || Caro

23.02.2020 - Influencer (Cut Cruise) || Miezi

29.02.2020 - Shooting || Anni